Dienstag, 24. Juni 2014

Schwester-Hipster-Jacke

Ich hatte da einen ganz feinen Deal mit meinem wunderschönen Schwesterherz:
Als Geburtstagsgeschenk für mich kommt sie mich besuchen und wir nähen ihr eine Jacke bei Sekt. Großartiger Weise hat sie auch noch in der Nähzeit meine Wäsche zusammen gelegt und meine Küche geputzt. Hach, solche Deals könnt ich ständig machen!

Gewünscht war eine leichte Jacke, im Blouson-Stil, zu Allem passend und mit kleinem Akzent. 
Zu Grunde liegt ein Schnitt aus einer der letzten CUT Zeitungen, hier allerdings simpler umgesetzt, ungefüttert aus leichtem Sweatshirtstoff mit schwarzem Bündchen. Die Taschen sind mit geometrisch gemustertem Jersey hinterlegt. Alle Stoffe fanden sich in den Tiefen des Stofflagers und fügten sich perfekt zusammen.
An Arm- und Bauchbündchen habe ich den Saum zunächst mit Hilfe von Framilongummi eingehalten und dann das Bündchen fast umgedehnt angenäht. So wellt sich die Aberkannte des Bündchens nicht, obwohl die Jacke so weit geschnitten ist. Dank Framilongummi bleibt aber die Dehnbarkeit erhalten.
(Im Original bekommt die gefütterte Jacke unten einen Gummizug im Tunnel)
Und zu. Dem Reißverschluss fehlte 1cm. Das konnte ich dann auch nicht mehr ändern. 

Sie kann eh alles tragen...
Ich wollte keine runden Eingriffstaschen, um den Stoff hervorblicken zu lassen. Also haben wir uns für diese Variante entschieden. Das hat wirklich Potential und ich schon tausend Ideen.
Also, jemanden mit Modelmaßen zu benähen macht ja schon ziemlich Spaß. Ich hatte die Jacke kurz an, den Anblick erspare ich euch. Dann zeig ich lieber zu den nächsten RUMS-Tagen alle meine neuen Kleider. Und überlege, wem ich demnächst wieder eine Stylo-Bastelei aufs Auge drücke.