Sonntag, 3. August 2014

Geisha-Raglankleid mit Puffärmel-Tutorial

Nicht nur Trägerkleider gehen im Sommer, super für dieses wechselhafte Wetter sind auch Raglankleider mit kurzem Arm. 
Zu meinem Glück habe ich vorhin die Fotos von diesem Kleid wiedergefunden. Meine Tochter wollte es nicht gehen lassen, dabei befindet es sich auf einer speziellen Mission, vielleicht kann ich irgendwann noch mal davon berichten. 
Das Kleid ist nach meinem Raglankleid Schnitt genäht, mit Rüsche, Knopfleiste und Einfassung. Dazu hat das Kleidchen noch Puffärmel bekommen. Der niedliche Geisha-Stoff ist von Alles für Selbermacher, die Herzchen von Dawanda (wo genau hab ich leider vergessen, aber heute sicher irgendwo mit 12% Rabatt...).

 Zum verspielten Kleidchen passte eine angesetzte Rüsche. Die kann man z.B. vom Trägerkleidchen mopsen oder aber den Teil unterhalb der Tunikalänge mit einer Zugabe von einigen cm im Bruch zuschneiden und anschließend gerafft annähen.

Puffärmel bei Raglan können natürlich nicht am Ansatz puffen, nur an der Unterkante.
Möchtest du auch Puffärmel an deinem Raglankleid? Hier zeige ich dir kurz, wie du den Schnitt einfach abändern kannst:

Puffärmeltutorial für Raglanschnitte

Nimm den kurzen Raglanärmel (egal ob Shirt oder Kleid oder ganz anderer Schnitt) und lege ihn auf ein reichlich großes Stück Papier. Ich habe hier zwei Schmierzettel der Kinder aneinander geklebt, ich habe so einen Spleen, ich mag keine Papierverschwendung...
Auf dieses Papier legst du jetzt den Ärmel. Und zwar nicht gerade, also mit der Unterkante parallel zum Rand des Papiers, sondern leicht gekippt. Je gekippter, desto puffiger wird der Ärmel. 
 Zeichne jetzt die linke Seite nach, von der Unterkante bis zum Halsausschnitt (siehe pinke Linie). 
 Am höchsten Punkt, der Ecke vorm Halsausschnitt, platzierst du jetzt deinen Finger und fixierst den Ärmel nur an diesem einen Punkt.
 Schwenke jetzt den Ärmel nach rechts, während du ihn an besagtem Punkt auf dem Papier hältst. Wieder gilt, je weiter du schwenkst, desto puffiger wird der Ärmel später. 
Zeichne anschließend den Halsausschnitt und die rechte Ärmelseite nach. 
 Anschließend verbindest du die Unterkante. Du kannst den Ärmel unten gerade zuschneiden oder einen Bogen nach unten zeichnen. In letzterem Fall bleibt der Ärmelsaum nach dem Raffen gerade. Rafft man hingegen die gerade Unterkante, macht der Armausschnitt der Puffärmel einen kleinen Bogen nach oben. 
 Jetzt musst du nur noch ermitteln, wie stark der neue Ärmel gerafft werden muss. Dazu misst du einfach die Unterkante des ursprünglichen Ärmels aus und ziehst etwa 10%-20% ab. 10% bei konventioneller Raffung, 20% bei Framilon oder anderen dehnbaren Rafftechniken. 

Ich nähe das Framilongummi in entsprechender Länge für gewöhnlich auf die rechte Stoffseite des Ärmelsaums, bevor ich einfasse. Bündchen annähen geht natürlich auch. Alternativ raffst du die Unterkante mit der Nähmaschine oder der Overlock. 
Vermutlich kann man bei gemäßigten Puffärmeln auch einfach Bündchen gedehnt annähen, ohne Raffen, das habe ich allerdings noch nicht probiert. Smoken sieht sicher auch toll aus!
Jetzt hast du ein zusätzliches Schnittteil für Raglanärmel mit Puffeffekt konstruiert. Klappt natürlich auch mit langen Ärmeln und sieht süß aus am Raglanshirt!

Wer jetzt Lust bekommen hat zu basteln, auf Dawanda und im Onlineshop gibt es heute 12% Rabatt!

Kommentare:

  1. Schönes Kleid! Helle und fröhliche! Danke für den Hinweis, wie Nähen ärmel!

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  2. Danke für die tolle Erklärung! Ich mag Raglanärmel recht gern und die "puffige" Variante sieht bei Mädels auf alle Fälle noch besser aus!

    LG
    Corina

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  3. Wunderhübsch geworden und tolle Farbkombi :)
    Lg
    Katja

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  4. Ach meine Liebe, das Kleidchen würde ich für Flora sofort kaufen!
    Schöne Sachen machst Du, immer und immer wieder!
    Alles Liebe,
    Daria

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  5. Soooooooooooo schööööööööööön. LG Diana

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