Samstag, 2. August 2014

Raglankleid aus Webware mit Trägern (Minitutorial)

Jetzt sind sie da, die Sommerferien. Die letzte Kindergartenwoche vom großen Kind ist rum, bald bin ich eine Schulkindmama! Ich werde alt. Das ist ok. Trotzdem, spannende Zeiten und wenig Zeit zum Bloggen. Dabei habe ich noch immer soooo viel, was ich zeigen mag. 

Da hier in der Mitte Deutschlands gerade die Sonne lacht, fange ich mit einer kleinen Spielerei an. Eigentlich brachte mich Kluntjebunt Bernadette darauf, ich habe es nur eine Spur anders umgesetzt: Das Raglankleid ohne Ärmel, dafür aus Webware und mit Trägern!
Der wunderschöne Baumwollsatin ist von Stoff und Stil. 
Ich habe hier den oberen Teil bis knapp unterhalb der Achseln mit Belegen gedoppelt (Linie im Schnitt ziehen, Belege separat zuschneiden). Die Belege habe ich seitlich zusammengenäht und unten versäubert. Danach habe ich Vorder-und Rückseite jeweils rechts auf rechts entlang des Halsausschnittes aufeinander genäht, den Beleg nach innen geklappt, gebügelt und den Hals abgesteppt. Anschließend habe ich die Armausschnitte eingefasst. Die Träger entstehen, indem man am Anfang und am Ende ein ausreichendes Stück Schrägband "leer" vernäht. 
So ist der Einstieg durch die große Öffnung oben leicht möglich. 
Achtung: Die Armkanten sind leicht gebogen. Für optimale Ergebnisse sollte man wohl die Kurve begradigen, das macht das Schrägband-Annähen auch leichter.
Die Bilder sind von Anfang Juni, daher mit Langarmshirt darunter. 

Durch die A-Linie ist das Kleid also auch aus umdehnbaren Stoffen zumindest in den kleineren Größen auch ohne Anpassung super tragbar.  Über 104 würde ich die Taille begradigen und ggf. 1-2cm seitlich hinzufügen, je nach Statur des Kindes.

Da werden sicher noch einige von folgen. Mit Schnitten spielen macht einfach großen Spaß, traut euch nur! Ich habe das Raglankleid z.B. auch schon als Peasant Dress aus Webware genäht, wie das geht, zeige ich euch demnächst. 
Jetzt wünsche ich euch ein wunderbares Wochenende!